1

Digitale Fotografie – Die umfassende Fotoschule für Technik, Bildgestaltung und Motive von Marion Hogl

Foto: Rheinwerk Verlag

Als Vorsitzender eines Fotoclubs werde ich immer wieder von fotografischen Einsteigern auf eine gute Literatur zum Thema Fotografie angesprochen. Die Literaturauswahl ist gerade für den Einsteiger genau so schwierig wie die Wahl der Kamera und so bin ich froh, dass ich an dieser Stelle schon einmal sagen kann, dass ich das vorliegende Buch uneingeschränkt jedem Anfänger empfehlen kann.

„Ein gutes Bild ist ein Foto, das Ihnen gefällt!“ schreibt die Autorin um so dann darauf hinzuweisen, dass man trotzdem die fotografischen Regeln kennen sollte. Das vorliegende, mit über 700 Seiten, sehr umfangreiche Werk, soll einem dazu Hilfestellung bieten.

21 Kapitel decken alle fotografischen Eventualitäten und Genres ab. Das Werk ist 2021 in der 3. Auflage vollständig überarbeitet worden und ist dadurch auf aktuellem technischen Stand. Insbesondere Nutzer von spiegellosen Systemen finden hier Infos zur Arbeitsweise ihrer Kamera. So wird z. B. auch der elektronische Verschluss und dessen Vor- und Nachteile sehr gut erläutert.

Auch zum Thema „Fotografieren mit dem Handy“ (ist das doch bei manchen Autoren verpönt) finden sich Informationen. Alle grundsätzlichen Themen der digitalen Fotografie, wie Auflösung, Farbtiefe- und räume, sowie Dateiformate mit Metadaten werden im ersten Kapitel abgehandelt. Darüber hinaus gibt es gute Tipps zur Grundeinstellung der Kamera.

Kapitel 2 und 3 beschäftigen sich mit den Themen Belichtung und Schärfe. Aufgelockert durch sehr schöne Bildbeispiele und Grafiken wird der Einsteiger in die Themen eingeführt. Kleine Übungen unterstützen das eben Erlernte um die Lektionen zu festigen. Sehr gut gefallen haben mir hier die kleine Bildserie um den Unterschied der verschiedenen Belichtungszeiten und die Ausdehnung der Schärfe zu verdeutlichen. Auch die kleinen Tipps am Rande gefallen.

In Kapitel 4 geht es Objektive und deren Eigenschaften sowie Abbildungsfehler. Brennweiten und deren Blickwinkel werden wunderbar illustriert aufgezeigt. Sehr umfangreich werden die unvermeidbaren optischen Fehler und der Umgang mit diesen Unzulänglichkeiten gezeigt.

Ebenfalls haben mich die vielen Nebenschauplätze zum Thema Fotografie begeistert. Sämtliche Fragen zum Thema Zubehör, Blitzen, Taschen, Stative, Reinigung, etc. werden dem fotografischen Neuling nähergebracht.

Hinzu kommen dann die gewaltigen Kapitel zu den fotografischen Genres und deren Bewältigung im fotografischen Alltag. Selten habe ich ein so umfangreiches Werk in den Händen gehalten welches alle Facetten der Fotografie mit sehr guten Bildbeispielen so gut beleuchtet.

Fazit: Meine absolute Empfehlung für jeden Einsteiger oder auch als gutes Nachschlagewerk für den fortgeschrittenen Fotografen. Darüber hinaus auf aktuellem technischem Stand. Nicht umsonst ein Bestseller und eine Arbeitshilfe in allen fotografischen Lebenslagen.

Bestellen beim Rheinwerk Verlag: https://www.rheinwerk-verlag.de/digitale-fotografie-die-umfassende-fotoschule-fuer-technik-bildgestaltung-und-motive/




Affinity Publisher Das umfassende Handbuch von Christian Denzler

Buch

Foto: Rheinwerk Verlag

Ich fotografiere seit über 30 Jahren und habe mich in dieser Zeit auch viel mit Themen beschäftigt, welche über das reine Fotografieren hinaus gehen. Allzu viele Fotografien fristen Ihr Dasein auf Datenträgern ohne jemals einer größeren Gruppe von Betrachtern gezeigt zu werden.  Dabei gibt es doch zahlreiche Möglichkeiten anderen die eigenen Fotos zeigen zu können. Ob auf Webseiten, Fotobüchern, auf Flyern oder sonstigen Druckerzeugnissen können Fotos eine Bereicherung von Text sein und so auch gezeigt werden.

Das vorliegende Buch gibt umfassende Einblicke in das Programm Affinity Publisher, eine geniale und darüber hinaus preiswerte Software zur Erstellung all solcher Druckerzeugnisse oder auch Webvorlagen. Das Buch spricht den Umsteiger von Adobe InDesign genau so an, wie den Neueinsteiger im Affinity Produkt.

Auf über 600 Seiten, mit vielen nützlichen Tipps zu Layout, Gestaltung, sowie Wissen zu Text, Tabellen, Typografie und Farbbearbeitung nimmt einen der Autor mit auf die Reise in die Programmoberfläche des Publishing Programms. Nach umfangreicher Erläuterung der grundlegenden Oberfläche werden mit einem Beispielprojekt (Dieses kann auf der Verlagsseite heruntergeladen werden) die umfangreichen Arbeitswerkzeuge vorgestellt. Learning by doing sozusagen.

Der Autor weist immer auf die Unterschiede zum Konkurrenzprodukt hin, oder auch auf Arbeitswerkzeuge, welche teilweise durchaus vorteilhafter im Affinity-Produkt gelöst sind. Besonders gefallen hat mir hier, dass auch, sofern vorhanden, die Unterschiede der verwendeten Tasten der Betriebssysteme (MAC, Windows) und deren Befehle einfließen. Das macht es für den Einsteiger besonders leicht, die Befehle direkt auszuprobieren.

Natürlich sind Teile des Buches schon Wiederholungen für den versierten Nutzer beispielsweise von Affinity Photo, aber der Autor kann natürlich nicht davon ausgehen das dies so ist. Und so wird auf manches Tool welches im Nachbarprogramm ebenfalls vorhanden ist nochmal mit einem anderen Ansatz draufgeschaut. Zudem schreibt ja jeder Autor anders und so fand ich diese Kapitel als sinnvolle Wiederholungslektion von vorhandenem Wissen.

Besonders gut fand ich den Teil V des Buches zum Thema Ausgabe, denn hier lauern einige Fallstricke für den unbedarften Nutzer.

Mitgenommen habe ich aus dem Buch die Lust selbst Druckerzeugnisse zu fertigen. Ich bin mir sicher, dass mir das unter Zuhilfenahme des Buches gelingen wird.

Fazit: Dieses Buch ist eine gute Hilfestellung zur Erstellung eigener Druckerzeugnisse oder Webvorlagen und gleichermaßen für den Anfänger als auch den Umsteiger von Adobe InDesign zu empfehlen.

Bestellen beim Rheinwerk Verlag: https://www.rheinwerk-verlag.de/affinity-publisher-das-umfassende-handbuch/




Praxisbuch Wälder fotografieren von Ellen Borggreve und Daniёl Laan

Buchtitel

Foto: dpunkt Verlag

Ich fotografiere seit über 30 Jahren überwiegend im Bereich Landschaften und Tiere. Der Wald hatte mich nie so gereizt, da ich selten zu guten Ergebnissen kam. Insofern war ich sehr interessiert an dem vorliegenden Werk.

Das Buch ist eine Übersetzung aus dem Niederländischen und so sind die meisten Bildbeispiele natürlich aus den Niederlanden. Da jedoch unsere heimischen deutschen Wälder auch selten Urwälder sind, lassen sich alle Tipps nahtlos auch für unsere Waldgebiete anwenden.

Sowohl Daniёl Laan als auch Ellen Borggreve verfolgen mit Ihren Bildern den ruhigen schon fast esoterischen Ansatz. Ihren Ansatz erläutern sie im ersten Kapitel um im 2. Kapitel auf die Vorbereitungen einzugehen. Hier sind dies vor allen Dingen die Erkundungen der verschiedenen Waldgebiete und die Hilfsmittel, welche man zur Suche verwenden kann. Hier hätte ich mir vom deutschen Übersetzer schon ein entsprechendes recherchiertes Pendant zu den Niederländischen Diensten gewünscht.

In Kapitel 3 geht es dann um das eigentliche Fotografieren. Nach kurzem Streifen der benötigten Ausrüstung geht es dann um Standort, Bildaufbau und sonstige Aufnahmetechniken. Hier hat mir insbesondere das Statement zum Thema Bildbearbeitung gefallen. Ich teile die Auffassung der beiden Autoren, dass eine gute Postproduktion aus einem guten Foto ein Kunstwerk machen kann. Entscheidend ist dass, was man selbst mit dem Foto ausdrücken möchte. Dazu ist es legitim alle Werkzeuge zu verwenden, welche zum gewünschten Ergebnis führen.

So befasst sich denn auch Kapitel 4 mit allerlei Tipps und Tricks rund um das Thema Postproduktion. Hier hat mir das Thema Fokusstacking besonders gut gefallen, da es mit zahlreichen Bildbeispielen in Einzelschritten erläutert wird. Schwerpunktmäßig wird mit Adobes Werkzeugen Lightroom/Photoshop gearbeitet, dennoch sollte durch die zahlreichen Bilder auch in anderen Anwendungen die Bearbeitung nachvollziehbar sein.

Das letzte Kapitel 5 zeigt an einem Beispiel dann noch einmal den gesamten Workflow, von der Aufnahme bis zum Endergebnis.

Fazit: Dieses Buch hat mich durch die wirklich vielen sehr guten Fotos, als auch durch die Art und Weise, wie man sich dem Thema nähern kann, begeistert. Sicher werde ich in den nächsten Wochen und insbesondere im kommenden Herbst unserem heimischen Wald mehrfach einen Besuch abstatten um das hier erlernte umzusetzen. Empfehlenswert für den Einsteiger als auch den fortgeschrittenen Fotografen.

Bestellen beim Verlag dpunkt https://dpunkt.de/produkt/praxisbuch-waelder-fotografieren/




Das Handbuch der professionellen Fotobuchgestaltung von Eib Eibelshäuser, Nina Eibelshäuser

Buch

Foto: Rheinwerk Verlag

Ich fotografiere seit über 30 Jahren und habe schon so manches Bilderalbum oder auch Fotobuch erstellt. So hatte dieses Buch mein Interesse geweckt, verspricht es doch schon in der Beschreibung Softwareunabhängiges Know-how in diesem Bereich.

Eines vorweg

das ist kein Buch, was man mal einfach so wegschmökern kann. Uneingeschränkte Konzentration und Einlassen auf ein bis dahin unbekanntes Terrain, oder vielmehr Sichtweisen, haben mir gerade in den ersten Kapiteln doch einiges abverlangt. Hier war durchhalten angesagt, denn die 387 Seiten sind vollgepackt mit allerlei nützlichen Informationen, und so manches Mal habe ich bestimmte Passagen noch einmal gelesen, um den Autoren in Ihrer Sichtweise folgen zu können. Belohnt wird das Durchhaltevermögen mit fundamentalem Wissen über Fotointerpretation, Layoutwissen, Gestaltungslehrprinzipien, sowie Wissen zu Text, Typografie, Farben, Papiere, Druckformate, Bindung, Umschlag, etc., etc.

Immer das Storytelling fest im Blick führen einen die beiden Autoren in das Wissen rund um alle Gestaltungsrelevanten Dinge zur Erstellung eines spannenden Bildbandes. Mit zunehmender Lesedauer steigt der Spaß am Lesen, denn ab Teil II geht es mit vielen Bildbeispielen in den praktischen Teil des Buches. Dabei werden immer auch wieder Negativbeispiele oder vielmehr verbesserte Variationsmöglichkeiten aufgezeigt, welche dann schlussendlich zu einem deutlich besseren Ergebnis führen.

Mein Wissen über Fotografie und Gestaltung hat sich wesentlich erweitert und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Gestaltung eines Fotobuchs. Es werden sicher viele neu erlernte Dinge aus dem Buch darin einfließen.

Fazit: Dieses Buch ist generell allen anzuraten, die bessere Ergebnisse in der Fotobucherstellung erzielen wollen. Selbst bei Nutzung der von den etablierten Fotobuchherstellern angebotenen Hauswerkzeuge gelingen einem mit diesem Rüstwerkzeug Unikate, welche sich aus der Masse der erstellten Fotobücher herausheben werden.

Bestellen beim Rheinwerk Verlag: https://www.rheinwerk-verlag.de/das-fotobuch-das-handbuch-der-professionellen-fotobuchgestaltung/




Praxisbuch Makrofotografie – Naturmotive im Detail fotografieren von Daan Schoonhoven (Hrsg.)

Buch

Foto: dpunkt Verlag

Das Buch ist für Amateurfotografen geschrieben.

Ich selbst fotografiere seit 2018 und habe mich in der Zwischenzeit mithilfe meines Vaters, der seit etwa 18 Jahren fotografiert, weitergebildet.
Als dieser mir das Fotografieren beigebracht hatte, war das Erste, was ich fotografiert hatte, eine Distel.

Die Details haben mich schon immer interessiert und ich wollte jetzt einmal wissen, wie ich meine Makrofotos noch weiter verbessern kann. Aus diesen Gründen würde ich mich genau zur Zielgruppe zählen.
Besonders das Thema der Lichtsetzung und Bildgestaltung hat mich angesprochen.

Das Buch verspricht auf die Themen Kameras, Objektive und Makrozubehör, Schärfentiefe und Fokussierung, Licht und Beleuchtung, Freigestellte Bilder aus dem Freilandstudio, Bildgestaltung und kreative Techniken, Kenntnisse über Ökologie, Verhalten und Lebensraum, Einsatz von Smartphone-Apps und anderen Ressourcen, Schmetterlinge, Libellen, Amphibien und Reptilien, Weitere Insekten, Kerbtiere und Weichtiere, Blüten und Moose und Pilze und Flechten einzugehen.
Besonders die Kapitel über die foto-theoretischen Themen haben mich besonders überzeugt. Ich fand es toll, dass es beispielsweise mehrere Bilder mit unterschiedlicher Ausrüstung gab, wobei man gut erkennen konnte, wo die Unterschiede lagen.

Dadurch hat man dann die Möglichkeit das Thema an direkten Beispielen nachzuvollziehen. Beispielsweise beim Thema der Objektivwahl wurde sogar eine Skizze angefügt, wie sich der Blickwinkel durch die Wahl der unterschiedlichen Objektive verändert.
Beim Thema, in dem beschrieben wird, wie in der Natur Blitze eingesetzt werden können, hat mich gestört, dass es etwas weit hergeholt ist. Es wurde beschrieben, dass man Tiere fotografieren möchte und dabei einen Blitz auf das Objekt gerichtet platziert und einen, der den Hintergrund ausleuchten soll. Hierbei ist aber meiner Meinung nach, das Problem vorhanden, dass bis ich dann alle Blitze entsprechend ausgerichtet habe, das Motiv sich schon an einem anderen Ort befindet.

Weiterhin waren mir leider die Kapitel der Schmetterlinge und Libellen zu biologisch. Ich bin nicht daran interessiert, wie die Libelle ihr Leben unter Wasser verbringt. Hier hatte ich mir erhofft, dass es mehr um die Fotografie an sich geht. Das war leider nicht der Fall.

Die folgenden Kapitel haben mich aber wieder überzeugt. Obwohl es in den folgenden Kapiteln erneut um unterschiedliche Tiere ging, ist der Autor hier wieder mehr auf die Fotografie eingegangen, was ich super fand.
Weiterhin fand ich es auch toll, dass es zwischendurch immer wieder Interviews gab, die das gesamte Buch etwas aufgelockert haben. Ich fand es gut, dass man dabei von Erfahrungen anderer profitieren konnte. Auch das letzte Kapitel fand ich wichtig. Es wurde nochmal genau darüber aufgeklärt, wie man sich in der Natur zu verhalten hat und wie man an wichtige Informationen zu geschützten und gefährdeten Tierarten kommen kann.
Das ist bei dem Thema der Naturfotografie extrem wichtig!
Grundsätzlich fand ich das Buch gut. Es gab zwischendurch Themen, die mich nicht überzeugt haben, aber der Großteil des Buches hat mir gut gefallen.

Ich würde diesem Buch 3,5 von 5 Sternen verleihen.

Bestellen beim Verlag dpunkt: https://dpunkt.de/produkt/praxisbuch-makrofotografie/




Die Magie der Schwarzweißfotografie

Buch

Foto: dpunkt Verlag

Druckqualität und Haptik
Ein sehr schön gestaltetes Buch im Hardcover mit vielen Bildbeispielen in guter Qualität, das Buch ginge auch als Bildband durch. Die Seiten sind angenehm dick und fassen sich sehr angenehm an. Der gute haptische Eindruck wir durch das integrierte Stofflesezeichen abgerundet.

Inhalt
Im Teil 1 „Schwarzweißfotografie als Ausdrucksmittel“
geht der Autor auf die Emotionalität der Schwarzweißfotografie ein. Er beschreibt weiter wie Stimmungen in einem Foto transportiert werden können und macht dazu viele Bildbeispiele. Er geht auf abstrakte Muster und Strukturen ein, beschreibt wie man die HDR-Technik sinnvoll einsetzen kann und gibt einige Beispiele wie man durch Spiegelungen ganz neue Welten erschaffen kann. Die Bildbeispiele zu den Spiegelungen finde ich ausgesprochen gelungen und gehören zu meinen Favoriten in diesem Buch.

Was mir hier etwas fehlt, ist die Abgrenzung zur Farbfotografie.

Im Teil 2 „Grundlegendes der Schwarzweißfotografie“
geht der Autor Torsten Andreas Hoffmann auf einige Genres der Schwarzweißfotografie ein.

Im Kapitel „Landschaftsfotografie“ mach er auf die Auswirkungen des Massentourismus aufmerksam und ruft dazu auf in der heimischen Umgebung zu fotografieren um direkt im Anschluss von seinen Reisen im Himalaya und Indien zu berichten.

 

Teil 3 „ Kompositionslehre“
halte ich in einem Buch, welches sich an Fotograf*innen – anspruchsvolle Amateure und Profis richtet überflüssig. Amateuren und Profis muss man den goldenen Schnitt und andre grundlegende gestaltungregeln bestimmt nicht mehr erklären!

Teil 4 „ Teschnische Voraussetzungen“
sind mit Sicherheit keine Themen für diese Zielgruppe. Auch die Aussage, dass an Adobe Ligthroom nach seiner Meinung kein Weg vorbeiführt, mache ich ein dickes Fragezeichen. Denn RAW-Entwickler wie Capture One , DxO, Darktable etc. stehen weder in der Qualität noch in der Bedienung dem Marktführer nach. Evtl. in einigen Teilbereichen, aber in es gibt auch Teilbereiche, in denen auch der Marktführer Nachhohlbedarf im Vergleich zur Konkurenz hat.

Fazit
Nach dem anfänglich sehr guten Eindruck des 1. Teils, hat der Rest des Buches doch stark nachgelassen und meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt. Wäre die Zielgruppe fortgeschrittene Hobbyfotograf*innen würde mein Urteil sicher anders ausfallen, aber dann hätte ich mich nicht für dieses Buch entschieden. Fortgeschrittene Fotograf*innen sollten sich von der angebenden Zielgruppe nicht abschrecken lassen.
Die zahlreichen Beispielfotos sind wirklich schön anzusehen und erfüllen ihren Zweck die entsprechenden Themen zu untermauern.

Ein sehr schönes Buch für Hobbyfotograf*innen, erfüllt aber nicht dem Anspruch für anspruchsvolle Amateure und Profis.

Bestellen beim Verlag dpunkt https://dpunkt.de/produkt/die-magie-der-schwarzweissfotografie/




Bildgestaltung – Der große Fotokurs von Simone und Rainer Hoffmann

Buch Bildgestaltung

Foto: Rheinwerk Verlag

Als Fotoclub ist das Besprechen von Bildern im Cluballtag allgegenwärtig. Insbesondere Bildsprache und Bildaufbau sind immer wieder angesprochene Themen. So war ich als Clubleiter und Hauptdozent sehr gespannt auf die Inhalte dieses Buches.

In einem kleinen „Warming up“ beginnt das Buch wie man in 7 Schritten zu besseren Fotos gelangt. Dies macht Lust auf mehr! Nachdem die Autoren in Kapitel 2 „Technik“ kurz deren Einfluss auf die Bildgestaltung erläutern, wird dann mit einer ersten Bildanalyse das eben Gelesene mit einem Beispielbild untermauert. Eine sehr gute Art, das gerade erlernte Wissen zu festigen! Die vielen Bildbeispiele gefallen, und untermauern die im Text angesprochenen Aussagen. Mit jeder gelesenen Seite steigt die Lust, mit der Kamera loszuziehen, und die gewonnenen Erkenntnisse in eigenes Bildmaterial umzusetzen. Schnell wird klar, dass die Autoren aus langer Erfahrung schöpfen und dies in lockerer Art und Weise auf den Leser projizieren möchten.

Insbesondere begeistert hat mich die Beschreibung, wie ich mich „meinem“ Motiv annähern soll. Also der Prozess, an dem noch gar keine Kamera im Spiel ist. Ausschnitt, Zeitpunkt, Licht, Wetter, etc.,  alle Dinge werden erläutert und spielerisch erarbeitet.

Insbesondere die Themen Licht und Farben, sowie seine Facetten haben mich begeistert, wird es doch mit reichlichem Bildmaterial prima veranschaulicht. In klaren Worten werden die psychologischen Aspekte beleuchtet und mit jedem weiteren Kapitel werden diese in Beziehung zur Erstellung eines Fotos gebracht.

Grundelemente, Perspektiven und viele weitere Gestaltungselemente werden dabei systematisch abgearbeitet und immer wieder in Analysen von Bildern manifestiert.

Abgerundet wird das Ganze durch das letzte Kapitel, welches sich mit Arten der richtigen Präsentation der eigenen Bilder widmet.

Rundum ein gelungenes Buch, dass sowohl fotografische Einsteiger als auch den versierten Fotografen abholt, um ihn auf seiner fotografischen Reise zu begleiten. Sich bewusst Zeit zu nehmen für die Gestaltung seiner Bildidee, das habe ich aus diesem Buch mitgenommen. „Entschleunigung“ heißt das Zauberwort für bessere Fotos.

Ich werde als Dozent sicher immer wieder gerne gestalterische Grundlagen aus dem Buch zitieren.

Eine Empfehlung für alle, die Ihren fotografischen Blick schärfen wollen!

Bestellen beim Rheinwerk Verlag: https://www.rheinwerk-verlag.de/bildgestaltung-der-grosse-fotokurs/




Maike Jarsetz‘ digitale Dunkelkammer

Buch Digitale Dunkelkammer

Foto: dpunkt Verlag

Wer digital fotografiert steht vor der Wahl: Knipsen und den digitalen Prozess in Form des Ausgabeformats JPG seiner Kamera überlassen, oder lieber in RAW fotografieren und den vollen Umfang des digitalen Negativs im Bearbeitungsprozess voll selbst unter Kontrolle halten. Ich selbst habe mich für volle Kontrolle entschieden und empfehle dies auch all unseren Mitgliedern im Fotoclub.

Maike Jarsetz kenne ich aus vielen Ihrer zahlreich veröffentlichten Bücher und von ebenso zahlreichen lockeren Auftritten auf Messen. Ich mag Ihre hanseatische Frohnatur und ebenso Ihr tiefes Wissen über die Produkte des Marktführers für Fotobearbeitungssoftware ADOBE. Ich sage immer „Maike Jarsetz ist die Deutsche Julieanne Kost“

Als ich hörte, dass Maike Jarsetz ein Buch im dpunkt Verlag mit fast 800 Seiten veröffentlichen würde, dass den Titel „Digitale Dunkelkammer“ trug, setzte ich noch am gleichen Tag, also 6 Monate vor Veröffentlichung eine Mail an meinen Buchhändler ab. Das musste ich unbedingt als einer der Ersten in den Händen haben.

Mitte Oktober 2020 war es dann soweit und ich hielt dieses mächtige Druckwerk in den Händen. Innerhalb von 3 Tagen hatte ich die ersten 225 Seiten eingesogen, welche sich überwiegend mit dem Entwicklungsprozess von Camera RAW/ADOBE Lightroom beschäftigen. Hier bleibt keine Frage offen. Sei es die grundlegende Strategie der Entwicklung, also mit was fange ich an, über Profile bis hin zum richtigen Schärfen. Wer dann noch nicht satt ist kann sich in den Teil des Buches stürzen, welcher sich auf über 500 Seiten mit ADOBE Photoshop und der kreativen Bildbearbeitung beschäftigt. Sämtliche Facetten der Bearbeitung werden behandelt und selbst raffinierte Freistell- und Retusche Arbeiten hinreichend beschrieben. Zu guter Letzt nimmt Maike auch das Thema Bildausgabe aufs Korn und so wird der Prozess der Bildbearbeitung durch Tipps und Tricks zur Datei und Druckausgabe für die verschiedenen Anwendungsfälle rund.

Eben wie es der Titel aussagt: Digitale Dunkelkammer

Dieses Buch ist das ideale Nachschlagewerk für jeden Bildbearbeiter, sei es Profi oder Amateur, der sich der beiden Bearbeitungsprogramme Adobe Lightroom und Photoshop bedient und jeden einzelnen Cent wert.

Bestellen beim Verlag dpunkt https://dpunkt.de/produkt/maike-jarsetz-digitale-dunkelkammer/




Licht, Farbe und Form in der Landschaft von Carsten Krieger

Licht, Farbe und Form in der Landschaft von Carsten Krieger

Foto: dpunkt Verlag

Bildbesprechungen über Gestaltung von Fotos ist in unserem Fotoclub Tagesgeschäft. Nur wer über Fotos spricht, sie stetig gestalterisch analysiert und auch Kritik von Außen zulässt, wird seinen fotografischen Blick, und damit die eigenen Fotos, verbessern. Insofern war ich sehr gespannt auf dieses Buch, da es doch eines der bei uns am häufigsten besprochenen Genres behandelt.

Schon im Vorwort macht sich der Autor bei mir beliebt, als er die Mahnung an uns alle ausspricht, wir sollten einmal mit Demut an die armen Kerle denken, welche schwer bepackt in den Anfangszeiten der Fotografie auszogen, um die ersten Landschaftsfotografien zu fertigen. Wie wahr! Was sind wir doch mittlerweile so verwöhnt mit unseren leichten Geräten und jammern trotzdem rum.

Ich mag Bücher, die auf viel Praxisbeispiele setzen. Dieses Buch ist da genau mein Ding. An jedem Beispielbild werden eingesetzte Technik sowie vorherrschende Situation und darüber hinaus das Stimmungsbild des Fotografen selbst beschrieben, und wie er die Situation gemeistert hat. Vom ersten Blick auf das Motiv, über die Gestaltung, bis hin zu nochmalig nach der Aufnahme geprüften und dann geänderten Einstellungen oder Änderung des Bildaufbaus. Es ist, als ob man selbst an diesem Ort stehen würde. Dadurch kann man das gut auf eigene Motivsituation übertragen. Ganz großes Kino!
Sehr schön ist auch die Nennung der jeweiligen Location mit Datum und Uhrzeit.

Im ersten Drittel startet der Autor mit teils spektakulären Landschaftsfotos um an dessen Ende noch einmal die grundlegenden Gestaltungsdinge zusammen zu fassen. Nach dem gleichen Muster ist auch der zweite Buchteil aufgebaut an dessen Ende es dann nochmal zusammenfassend um Farb- und Formregeln geht und setzt sich fort im letzten Block mit den Regeln der Schwarz-Weiss Landschaftsfotografie.

Tief beeindruckt hat mich die Entstehung des Fotos „Tolkiens Wald“ in welchem eine eigentlich unaufgeräumte Waldszene durch Einsatz von mehreren unterschiedlich belichteten Aufnahmen und geschickte Postproduktion in einem genialen Waldbild endet. Sicher werde ich eine solche Umsetzung auch einmal mit einer Waldszene versuchen umzusetzen.

Fazit: Ein tolles Buch für alle die tolle Landschaftsfotos lieben. Hier kommt man voll auf seine Kosten und manchmal bedauert man es, dass das Buch nicht im A2 Format ist 🙂

Überwiegend sind es Motive die in Irland aufgenommen sind, aber die beschriebenen Arbeitstechniken lassen sich auf jegliche andere Landschaften übertragen.

Ich kann es für alle empfehlen, die sich bei ihren eigenen Landschaftsfotos weiterentwickeln wollen. Das Buch ist dabei eine wertvolle Hilfestellung!

Bestellen beim Verlag dpunkthttps://dpunkt.de/produkt/licht-farbe-und-form-in-der-landschaft/




Handbuch Canon EOS R6 von Martin Schwabe

Buch EOS R6

Foto: dpunkt Verlag

Seit mehreren Jahren habe ich mit digitalen Spiegelreflexkameras von Canon fotografiert, bevor ich dann im Frühjahr 2020 auf ein erstes spiegelloses Model(EOS R) umgestiegen bin. Im Herbst folgte ein 2. Modell, die zu diesem Zeitpunt brandneue CANON EOS R6. Durch einen Videobeitrag 2021 in einem Blog wurde ich auf Martin Schwabe und sein neues Buch aufmerksam. Obwohl ich schon ein Buch zur EOS R6 gelesen hatte, erwachte meine Neugierde da es sich hier offensichtlich um ein gänzlich anderes Kamerahandbuch wie sonst handelte.

Zum Buch:

Für wen ist dieses Buch geeignet?

Martin Schwabe verfolgt hier einen gänzlich anderen Buchansatz wie andere Autoren. Gleich zu Beginn macht er auch keinen Hehl daraus und schenkt dem Leser direkt reinen Wein ein. Nein, dieses Buch ist wohl nicht für Einsteiger gedacht, schon gar keine erweiterte Bedienungsanleitung, sondern vielmehr für den Umsteiger von einem CANON DSLR-System auf die spiegellose Technik. Trotzdem oder gerade deshalb eine gute Empfehlung auch für CANON Einsteiger in das Thema „Spiegellos“, denn zwischen den Zeilen gibt es immer wieder fundamentale Erläuterungen wie das neue CANON System tickt.

Nach einem kurzen Überblick in der Art „Unboxing“, also, was halte ich da eigentlich in meinen Händen, erfährt man zunächst alles über die Hardware und das Innenleben der Kamera. Hier werden dann auch erste Vergleiche mit der Technik einer DSLR erläutert und wo die Vorteile des spiegellosen Systems liegen. Selten hat mich hier die lockere Beschreibung trockener technischer Details so gefesselt wie in diesem Buch. Man merkt sehr schnell, dass der Autor nicht nur mal schnell ein Leihgehäuse zur Verfügung hatte. Nein, hier schreibt einer, der sich sehr intensiv mit dem Body auseinander gesetzt hat und diesen auch tatsächlich im Praxis-Einsatz verwendet.

Nach diesem kurzen „Warming Up“ kommt der Autor dann zu dem wohl spannendsten Teil des Buches, nämlich dem Autofokussystem der R6 und dessen spektakuläre Personen / Tier- und Augenverfolgung. In anschaulichen Praxisbeispielen erläutert der Autor hier die Feinheiten und auch Tuningmöglichkeiten des Systems. Genial finde ich die Erläuterungen, welche die technische, bzw. softwaretechnische Umsetzung des Systems aufgezeigt. So wird sehr schnell klar, wo Fallstricke lauern oder auch Fehlbedienungen drohen.

Das gleiche passiert im nächsten Kapitel, welches sich mit dem Belichtungsmesssystem der EOS R6 auseinandersetzt. Auch hier wieder perfekt die Beschreibung wie das System technisch aufgebaut ist. Dazu jede Menge Tipps, um im fotografischen Alltag auch schwierige Beleuchtungsszenarien zu bewerkstelligen.

Gleich anschließend daran dann ein Überblick über die verschiedenen mit dem Programmwahlrad auswählbaren Möglichkeiten und wie diese im Praxiseinsatz den Fotografen/in unterstützen.

Insbesondere der Vergleich und auch die Erläuterung des neuen FV- Programms hat mich voll überzeugt.

In den besonderen Aufnahmetechniken geht es unter anderem auch um das im Originalhandbuch nur spärlich erklärte Thema Fokus-Bracketing. Auch hier wieder mit einem sehr gelungenen Beispiel und vor allen Dingen auch Weiterverarbeitung der erzeugten Daten.

Abgerundet wird mit den Themen Mehrfachbelichtung, HDR und Videoeinsatz.

Ich hatte jedenfalls jede Menge Spaß beim Lesen dieser Lektüre und ich war überrascht, wie viel mir noch unbekannte oder besser gesagt unverstandene Dinge hier aufgelöst wurden. So gerüstet kann ich jetzt das Beste aus meiner EOS R6 herausholen.

Das Buch kann ich ohne Einschränkungen empfehlen. Es ist eine Bereicherung für jeden Besitzer einer EOS R6

Bestellen beim Verlag dpunkt Canon EOS R6 • Buch oder E-Book kaufen • dpunkt.verlag