Sportfotografie von Kevin Voigt

Buch Sportfotografie

Foto: dpunkt Verlag

Sportfotografie von Kevin Voigt / Kerstin Leicht / Stefan Matzke / Christina Pahnke / Tom Weller

Ich fotografiere seit den 1980er Jahren und in der analogen Zeit habe ich auch einige sportliche Wettbewerbe fotografiert. Der Titel hatte mich neugierig gemacht, denn es hat sich ja technologisch einiges getan seit dieser Zeit.

Das vorliegende Werk aus dem dpunkt Verlag ist wie immer super verarbeitet. Der Festeinband und das gut lesbare Layout unterstreichen die Wertigkeit. Bei anderen Verlagen nicht immer eine Selbstverständlichkeit mehr, ist auch in diesem Buch wieder ein Lesebändchen mit eingearbeitet. Sehr schön finde ich als Freund der Wälder auch, dass auf FSC©-zertifiziertem Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft gedruckt wurde.

Eines vorweg, wer das Buch gelesen hat sieht ab diesem Zeitpunkt Sportfotografen/innen mit anderen Augen!

Erste Lektion, die ich mitgenommen habe: Als Sportfotograf sollte man durchaus sportlich sein, denn die beschriebene notwendige Ausrüstung und genannten Aufnahmesituationen bedingen einer gewissen Fitness beim Wechsel der Locations.

11 Kapitel erläutern sehr gut die Arbeit und Vorbereitungen für gewisse Sportevents.

Nach praxisorientierten Hinweisen zu verwendeter Ausrüstung, sowie die Herausforderungen dieses Fotogenres blickt der Autor auf die Arbeit von Kolleginnen und Kolleginnen und deren Herangehensweisen. Sehr gut fand ich die Tipps zu den verschiedenen Budgets und die damit verbundenen Ausrüstungsgegenstände, wenngleich die genannten Summen einen Einsteiger doch schon abschrecken könnten.

Sehr interessant ist Kapitel 5, in dem es um die Vorbereitung für spezifische Sportarten geht. Hier hat mich der Abschnitt über die typischen Anfängerfehler begeistert. Ist das doch jedem schon passiert, egal welchem Fotogenre man sich widmet.

In den Kapiteln Technik, Komposition und Gestaltung werden sehr gut die allgemeinen Grundlagen vermittelt. Insbesondere der Umgang mit dem Autofokus hat mich hier begeistert, gibt es doch Parallelen zu der von mir favorisierten Vogelfotografie.

Die in Kapitel 8 angesprochene Nachbearbeitung von Fotos bildet gut alle Arbeitsweisen eines modernen Sportfotografen ab, von der Sortierung, Einfügen von Metadaten bis hin zu verschiedenen Übertragungswegen zum Auftraggeber.

Sehr gut hat mir auch die Würdigung der rechtlichen und Ethischen Grundsätze in Kapitel 9 gefallen.

In den beiden letzten Kapiteln gibt uns der Autor Einblicke in die Themen Werbung, Vereinsarbeit und Sponsoring und wie man dort am besten zurande kommt. Das Buch endet mit dem besten Weg in die Selbstständigkeit und wo der Autor die Sportfotografie der Zukunft sieht.

Mich hat das Buch begeistert, und sicher werde ich bei einem der nächsten besuchten Sportevents mal Ausschau halten nach Kollegen seiner Zunft und wie diese dabei vorgehen.

Und sollte ich selbst mit der Kamera unterwegs sein werden mir die vielen Tipps rund um das Thema Sportfotografie sicher eine Hilfe sein.

Bestellen beim Verlag dpunkt: https://dpunkt.de/produkt/sportfotografie/